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DRK-Ortsverein Riedlingen
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Sommerferienprogramm

Spannende Stunden erlebten knapp 40 Kinder beim Sommerferienprogramm des DRK und JRK in Riedlingen.

„Kennt ihr euch aus im Verbandskasten?“ lautete die Frage an der ersten Station. Was ist was und wofür braucht man es? Die Kinder durften die Verbandsmittel aus den bereit gestellten Verbandskästen heraussuchen und begutachten. Von Jasmina und Alessia erfuhren sie dann die Anwendungsbereiche und zudem wurde noch das Anlegen eines einfachen Verbandes geübt.

„Wie bringe ich einen Verletzten, der nicht aufstehen kann zum Schutz vor Auskühlung auf eine Decke?“ war eine der Aufgaben an Station 2. Melike und Max demonstrierten es Schritt für Schritt, danach durfte es jedes der Teams selber machen. Im Anschluss wurden die Gefahren einer Bewusstlosigkeit erarbeitet und geübt wie eine bewusstlose Person in die stabile Seitenlage gedreht wird.

Bei Christiane gab es Unterricht in Wiederbelebung. Anhand kindgerechter Trainingsmodelle aus dem Programm „Löwen retten Leben“, einer Kooperation des Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg mit dem DRK Landesverband Baden-Württemberg, konnten die Kinder die Herzdruckmassage ausprobieren und ihre Notwendigkeit und Hintergründe erfahren. Dass dies eine ganz schön anstrengende Sache ist, dadurch aber Leben gerettet werden können, war für die Kinder eine beeindruckende Erfahrung.

Den Notruf aus 2 Blickwinkeln betrachten und dabei auch noch die Handhabung von Handfunkgeräten üben konnten die Kids bei Sonja und Hermann. Kleine Bilder stellten Notfallsituationen dar, die es zunächst zu erkennen galt. Dann wurden die Fakten über Funk an die „Leitstelle“ durchgegeben, die dann Anweisungen bzw. Empfehlungen zum weiteren Vorgehen gab. Die Kinder durften sowohl Notrufe absetzen als auch sich in die Position des „Leitstellenpersonal“ hineinversetzen und deren Aufgaben nachvollziehen.

Gebrochene Gliedmaßen müssen geschient werden, gefährdete Körperareale vor unnötiger Bewegung geschützt werden. Aus dem vielfältigen Bereich der medizinischen Hilfsmittel hierfür wurden von Patrick und Jonas der Sam-Splint (Schiene aus einem dünnen Aluminiumblech das mit Moosgummi beschichtet ist) und der Stifneck (Immobilisationskragen, Halskrause) vorgestellt.

Ein Fahrzeug der besonderen Art wurde vom Rettungsdienst präsentiert – der Schwerlast-Rettungswagen, der speziell für die Beförderung schwergewichtiger Patienten ausgerüstet ist. Erstaunt waren die Kinder über die Vielfalt der Geräte und Hilfsmittel die sich an Bord befinden und die vielen Unterbringungsmöglichkeiten, die das Fahrzeug bietet. Die elektrisch betriebene Trage rief großes Interesse hervor.

Nachdem alle Stationen durchlaufen waren gab es als Zusammenfassung des ganzen Erlernten eine zweiteilige Schauübung des Rettungsdienstes. Zunächst wurde ein gestürzter Fahrradfahrer mit einer Wirbelsäulenverletzung fachgerecht mit einer Halskrause versorgt und mittels Schaufeltrage auf die Vakuummatratze auf der elektrischen Trage verlagert. Anschließend gab es eine Demonstration einer notfallmäßigen Reanimation, bei der zusätzlich zur Herz-Druckmassage ein Defibrillator zum Einsatz kam und der Patient über einen Tubus beatmet wurde, der die Atemwege vor Verlegung sichert. Das Ganze wurde an einer lebensgetreuen Übungspuppe vorgeführt, was die Spannung aber nicht minderte. Abschließend gab es von den Kindern jeweils großen Applaus für die gelungenen Vorführungen.

Zum Ende der Veranstaltung waren im Hinterhof Feuerschalen mit glühenden Kohlen sowie Holzstöcke und Stockbrotteig bereitgestellt. Hier konnten die Kinder samt Eltern noch eine kleine Pause einlegen bevor es zum Abschied die Teilnahmeurkunde mit eingebettetem Gruppenbild und ein kleines Geschenkpäckchen gab.

Jahressammlung des Roten Kreuzes

Vom 30. März. bis zum 7. April führen die DRK-Bereitschaften des DRK-Kreisverband Biberach e.V. die alljährliche Jahressammlung durch. Während dieser Zeit werden im gesamten Kreisgebiet Flyer mit Überweisungsträgern verteilt.

In den verteilten Informationsprospekten wird deutlich, was die örtliche DRK-Gemeinschaft im zurückliegenden Jahr ehrenamtlich für die Bürgerinnen und Bürger der Region geleistet hat.

Der Beitrag aus der Jahressammlung wird gezielt eingesetzt für die Arbeit der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer des Roten Kreuzes. Diese Arbeit hat viele Gesichter – überall im Landkreis Biberach gibt es Einsatzgruppen und Einsatzeinheiten, die sich für die Bevölkerung engagieren. Viele Ehrenamtliche stehen als „Helfer vor Ort“ zur Verfügung: Sie werden von der Rettungsleitstelle mit alarmiert und können, weil sie in der Nähe sind, schneller beim Notfall eintreffen als der Rettungsdienst. In vielen Notlagen überbrücken sie so lebenswichtige Minuten. Die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer des DRK übernehmen außerdem Sanitätswachdienste bei Veranstaltungen oder die Blutspendenarbeit.

Im Landkreis Biberach hat das DRK über 600 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer, die sich in zwölf Ortsvereinen und Bereitschaften engagieren. Sie haben im vergangenen Jahr zusammen über 100.000 Dienststunden geleistet. Hinzu kommen über 200 Mitglieder des Jugendrotkreuzes. Beim Rettungsdienst des DRK arbeiten außerdem rund 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Sie kümmern sich an 365 Tagen rund um die Uhr um Notfälle. Eingesetzt werden sie in den sieben DRK-Rettungswachen des Landkreises und in der Integrierten Leitstelle in Biberach.

Das DRK beantwortet Fragen zu seiner Jahressammlung 2019 jederzeit gern. Man kann sich damit an die DRK-Kreisgeschäftsstelle in Biberach wenden. Sie ist telefonisch erreichbar unter 07351 1570-0 oder per E-Mail an info@drk-bc.de. Weitere Informationen über die Arbeit des DRK-Kreisverbandes Biberach gibt es auch im Internet auf der Seite www.drk-bc.de. 

Die 19222 braucht eine Vorwahl

Wer im Landkreis einen Krankentransport braucht, muss 2019 umdenken

Wer einen Krankentransport benötigt, wählt die 19222. So funktioniert das im Landkreis Biberach seit vielen Jahren. Doch bald ändert sich was: Ab dem 1. Januar 2019 braucht man für die 19222 zusätzlich eine Vorwahl. Bislang kam man bei Festnetz-Gesprächen immer ohne Vorwahl aus und wurde automatisch zur zuständigen Leitstelle durchgestellt – das klappt ab Januar nicht mehr. Damit auch im neuen Jahr alle telefonisch gut durchkommen, bittet die Integrierte Leitstelle in Biberach, sich auf diese Umstellung vorzubereiten und die neue Nummern-Kombination rechtzeitig zu notieren oder zu hinterlegen.

„Wer aus dem Kreisgebiet bei uns einen Krankentransport bestellen will, muss ab dem neuen Jahr die Vorwahl von Biberach wählen und danach die 19222“, sagt Michael Mutschler von der Geschäftsführung des DRK-Kreisverbands. Wie war es bisher? Wer vom Handy aus auf der 19222 anrief, brauchte die Vorwahl schon immer. Bei Festnetz-Gesprächen griff bislang eine ähnliche Automatik wie bei Notrufen: Die Telekom sorgte dafür, dass jeder Anruf automatisch direkt zu jener Leitstelle weitergeleitet wurde, die für den Standort des Anrufers zuständig war, auch ohne Vorwahl. Dieser Service greift ab Januar für den Landkreis Biberach nicht mehr.

Betroffen sind alle, die außerhalb des Ortsnetzes Biberach sind, also selbst nicht die Vorwahl 07351 haben: Sie müssen künftig 07351 19222 wählen, um über die Integrierte Leitstelle Biberach einen Krankentransport zu bestellen. „Bei den Notrufen ändert sich nichts“, sagt Mutschler. „Die 112 und auch die 110 funktionieren weiterhin auch ohne Vorwahl.“ Übrigens ist es auch kein Problem, wenn man die Vorwahl mit wählt, obwohl man bereits innerhalb des Ortsnetzes ist – dann kommt man trotzdem wie gewünscht bei der Leitstelle Biberach heraus.

Dem DRK ist es wichtig, dass die Abläufe im neuen Jahr trotz der Umstellung gut klappen. „Wir machen schon jetzt überall auf die Umstellung aufmerksam, damit alle unsere Partner im medizinischen Bereich, die Kliniken und Arztpraxen, Alten- und Pflegeheime sich darauf einstellen können.“ Denn vielerorts ist die 19222 in Telefonanlagen hinterlegt und abgespeichert. „Und parallel betreiben wir Öffentlichkeitsarbeit, damit auch unsere Patientinnen, Patienten und alle, die nicht so regelmäßig anrufen, von der Umstellung erfahren.“ Der DRK-Kreisverband bietet über seine Homepage notruf.drk-bc.de Anzeigenmotive sowie eine aktualisierte Variante der Notruftafel an. Diese Dateien kann jeder kostenlos herunterladen und verwenden.

Bei Fragen dürfen sich interessierte Bürgerinnen und Bürger gerne auch an die Leitung der Leitstelle Biberach, Herrn Quade, unter der Rufnummer 07351 157033 wenden.

Ausflug zu Stuttgart21

Am 15. September 2018 lud der DRK Ortsverein Riedlingen seine Bereitschaftsmitglieder zum Jahresausflug nach Stuttgart ein. Da eine aktive Beteiligung in einer DRK-Bereitschaft nicht ohne Unterstützung der Partnerin oder des Partners funktioniert, waren auch diese eingeladen.

Mit dem Zug ging es von Riedlingen nach Stuttgart. Die Umsteigezeit in Ulm wurde für ein kleines Frühstück genutzt. Mit leichter Verspätung kam die Gruppe in Stuttgart am Hauptbahnhof an. Dennoch konnte die gebuchte Führung bei Stuttgart21 pünktlich im Turmforum des Hauptbahnhofes beginnen.

Die Ausstellung im historischen Stuttgarter Bahnhofsturm stellt das Verkehrs- und Städtebauprojekt in all seinen faszinierenden Facetten vor. Auf mehreren Etagen bekamen die Teilnehmer einen Einblick in die Planung sowie die Umsetzung der einzelnen Bauabschnitte. Es wurde über die einzelnen Teilprojekte, deren Umsetzung sowie über eingesetzte Maschinen informiert

Danach führte der Rundgang hinaus auf das Gelände rund um den Hauptbahnhof. Von dort bekam man einen guten Überblick über die Baustelle. Am Ende der etwa zweistündigen Führung bedankte sich das DRK bei dem Mitarbeiter der Bahn, der alle gestellten Fragen beantworten konnte.

Die restliche Zeit konnten sich die Ausflügler frei in der Stadt bewegen. Erste Anlaufstellen waren Gaststätten, da nun alle hungrig waren. Ein anschließender gemütlicher Bummel durch die Innenstadt rundete den Tag ab.

Gestärkt und mit vielen Eindrücken traten die Rotkreuzler spätnachmittags wieder die Heimreise an.

Ausflug der Gruppe 50+ und des Arbeitskreises Blutspenden

Mit dem DRK auf Weltreise

Das DRK Riedlingen hatte die Mitglieder der Gruppe 50+ und des Arbeitskreises Blutspenden auf eine einzigartige Entdeckungstour durch Geschichte, Gegenwart und Zukunft des Mobilen Reisens eingeladen. Bei herrlichem Wetter ging die Fahrt mit dem Bus zum Hymer Museum nach Bad Waldsee. Eine sachkundige und freundliche Führerin brachte den Teilnehmern den kulturhistorischen Hintergrund des mobilen Reisens nahe; sie tauchten ein in die Geschichte der Pioniere, erfuhren Spannendes auch Technik, Entwicklung, Produktion und Design. Über die Alpen, Italien und Indien ging es bis nach Amerika, vorbei an Wohnwagen, Reisemobilen, Autos und Zweirädern. Das derzeitige Ferienprogramm „very british“ veranschaulichte die ersten Visionen vom Urlaub auf Rädern. Teegeschirr aus Porzellan, sowie ein Ofen mit Teekanne gehörten zur Standardausstattung der Fahrzeuge. Weitere Ausstellungsstücke ließen Erinnerungen an die eigene Jugend aufkommen. Beim anschließenden Besuch des Museumsrestaurantes ließen die Teilnehmer die Erlebnisse Revue passieren. Gestärkt mit den Erlebnissen und Eindrücken kehrten alle nach Riedlingen zurück und ließen den herrlichen Nachmittag im China-Restaurant ausklingen.

Jahreshauptversammlung 2018

Am 06.03.2018 fand im DRK Zentrum in Riedlingen die diesjährige Hauptversammlung des DRK Ortsvereins Riedlingen statt.
Die Vorsitzende Dr. med. Christa Enderle begrüßte die zahlreich anwesenden Mitglieder und Ehrengäste und eröffnete die diesjährige Hauptversammlung mit einer kurzen Rede. Anschließend erhoben sich alle Anwesenden zum Gedenken an die verstorbenen Kameraden.


Protokollführerin Doris Frick-Kottermanski fasste die letzte Hauptversammlung zusammen und berichtete über die Aktivitäten des vergangenen Jahres. Brigitte Hahn las den Bericht der Kassenprüfung vor, über die Jahresrechnung 2017 berichtete die Kassiererin, Angelika Keli. Danach folgten die Berichte der einzelnen Fachgruppen und die Entlastung der Vorstandschaft, welche von Bürgermeister Schafft übernommen wurde und ohne Gegenstimme verlief. Im Anschluss an die Entlastung der Vorstandschaft konnte der DRK Ortsverein Riedlingen langjährige Mitglieder ehren. Für 10 Jahre Mitgliedschaft wurden Ingrid App, Aloisia Hummel sowie Gertrud Ströhle geehrt. Eine Urkunde über 20-jährige Mitgliedschaft konnte an Alexander Schirmer, Holger Schirmer sowie Renate Vogel übergeben werden. Gefehlt haben Elisabeth Haase (10 Jahre) sowie Jochen Pfeil (20 Jahre). Dr. Christa Enderle motivierte die Geehrten für viele weitere Jahre Mitgliedschaft.

Zuletzt bedankte Dr. med. Christa Enderle sich bei allen Kameradinnen und Kameraden, den Vorstandskameraden und den Führungskräften, allen Förderern und Spendern, der Stadtverwaltung für die vertrauensvolle Zusammenarbeit, bei befreundeten Organisationen und Verbänden – der Polizei, der Freiwilligen Feuerwehr und dem Technischen Hilfswerk und den benachbarten Bereitschaften für die ausgezeichnete Zusammenarbeit und Verlässlichkeit bei Diensten und Einsätzen und wünschte den Anwesenden ein gemütliches Beisammensein und anschließend eine gute Heimfahrt. Die ehrenamtlichen Mitglieder erbrachten insgesamt 4120 Stunden, hinzu kommen 750 Stunden des Jugendrotkreuzes.


23.01.2018 Erneut Hochwassereinsatz in Riedlingen

Aufgrund des wieder steigenden Hochwasserpegels der Donau, wurde am Dienstag, den 23.01.2018 erneut beschlossen Hochwasserschutzmaßnahmen in Riedlingen zu ergreifen. Ab 10:00 Uhr waren die Feuerwehren Riedlingen, Grüningen und Pflummern, sowie das THW Riedlingen im Einsatz und bauten Spundwände und die Hochwasserschutzschläuche im Stadtgebiet von Riedlingen auf. Ab 11:00 Uhr war auch das DRK Riedlingen mit drei Helfern im Einsatz, um die Versorgung und Verpflegung der im Einsatz gebundenen Kräfte zu gewährleisten und zu übernehmen. Der Einsatz konnte gegen 19:30 Uhr beendet werden. Nach einer Lagebesprechung des Hochwasserkrisenteams am Mittwochmorgen konnte davon ausgegangen werden, dass die getroffenen Maßnahmen ausreichend sind und keine weiteren Maßnahmen erforderlich sind.

05.01.2018 Hochwassereinsatz in Riedlingen

Aufgrund der Hochwasserlage in Riedlingen, wurde am Freitag, den 05.01.2018 auch der DRK Ortsverein Riedlingen um 11:45 Uhr alarmiert. Die Aufgabe bestand darin, die Verpflegung und Versorgung der im Einsatz befindlichen Kräfte der Feuerwehren Riedlingen, Pflummern und Grüningen, des THW Riedlingen, sowie der Arbeiter des Bauhofs an den jeweiligen Einsatzorten zu gewährleisten und zu übernehmen. Der Einsatz konnte Samstag gegen 03:00 Uhr vorerst beendet werden. Nach einer Lagebesprechung des Hochwasserkrisenteams am Samstagmorgen konnte davon ausgegangen werden, dass die getroffenen Maßnahmen ausreichend sind und keine weiteren Maßnahmen erforderlich sind.

Der DRK Ortsverein Riedlingen feiert Geburtstag

Foto: Eva Winkhart
Foto: Eva Winkhart

Mit einem ökumenischen Gottesdienst in der Kapuzinerkirche und einem gemütlichen Abend im Sportheim des TSV hat das DRK Riedlingen am Samstag, den 19.11.2016 seinen 90. Geburtstag gefeiert. Vertreter der Stadt und des Vorstandes des Kreisverbandes des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) Biberach, der Polizei, der Feuerwehr, des technischen Hilfswerkes (THW), des Rettungsdienstes, der Blutspenderhelfergruppe, des Tafelladens und zahlreiche aktive Mitglieder versammelten sich.

Menschlichkeit steht an oberster Stelle

Seit 90 Jahren Helfer in der Raumschaft:
Die Ortsgruppe des DRK Riedlingen.
Foto: Thomas Warnack

Unsere Ortsvereinsvorsitzende Dr. Christa Enderle über 90 Jahre DRK in Riedlingen

Frau Enderle, welche Aufgabe hat das DRK Riedlingen im Jahre 2016?
Die Aufgaben des DRK waren und sind vielseitig. Sie reichen von den Sanitätsdiensten, die wir bei Veranstaltungen leisten, über den Blutspendendienst bis hin zum Katastrophenschutz oder zu Einsätzen bei Notfällen. Auch der Tafelladen in Riedlingen ist zum Beispiel in Trägerschaft des DRK, auch wenn dieser sehr eigenständig arbeitet. Dies alles betrifft den ehrenamtlichen Bereitschaftsdienst, darüber hinaus betreibt das DRK seit 1974 den hauptamtlichen Rettungsdienst.

Hat die Riedlinger Ortsgruppe noch genügend Mitglieder, um diese Aufgaben – vor allem die Sanitätsdienste bei Veranstaltungen abdecken zu können?
Wir versuchen unser Möglichstes, um dies zu gewährleisten. Aber das ist nicht immer einfach. Die DRK Ortsgruppe hat in Riedlingen rund 100 Mitglieder. In dieser Zahl ist allerdings auch die Seniorengruppe enthalten, die keine Sanitätsdienste mehr wahrnimmt, aber etwa bei den Blutspendendiensten sehr aktiv mitarbeitet. Bei dieser Mitgliederzahl wird auch die sehr engagierte Jugendrotkreuz-Gruppe mitgerechnet, die rund 25 Mitglieder hat. Dementsprechend kann das DRK in Riedlingen noch auf etwa 40 Aktive zurückgreifen, die etwa auch Sanitätsdienste wahrnehmen können.

Was waren aus Ihrer Sicht Höhepunkte oder markante Ereignisse in den vergangenen 90 Jahren beim DRK Riedlingen?
Ein entscheidender Meilenstein für uns war sicherlich der Bau des DRK-Heims vor rund 10 Jahren in der Nähe zum Krankenhaus, in dem die Bereitschaft, aber auch der Rettungsdienst eine Heimat gefunden haben. Seither haben wir einen Ort, an dem wir uns treffen, wo wir auch unterrichten und schulen können und unsere Fahrzeuge unterbringen können. Im DRK-Heim gibt es ein kleines Büro und Gemeinschaftsräume sowie einen Grillplatz für das gesellige Beisammensein. Das ist wichtig für die Gemeinschaft. Dieses Haus hilft uns konzentriert zu arbeiten, sowohl in der Bereitschaft als auch im Katastrophendienst. Bei den markanten Einsätzen fällt mir vor allem der Brand der Drogerie Müller in der Innenstadt im Frühjahr ein. Im Gedächtnis geblieben ist auch der Einsatz der Bereitschaft beim Hochwasser 1990. Da waren alle auf den Beinen. Das hat die Gemeinschaft gefordert. Und wenn ich in die Geschichtsbücher schaue, so finde ich den Bericht über eine Übung in der Region aus dem Jahr 1937, die sämtliche Bereitschaften eingebunden hat, die zu der Zeit entstanden sind. Das war eine der größten Übungen in der regionalen Geschichte des DRK.

Welche Personen haben das DRK in den 90 Jahren geprägt?
Da wären viele zu nennen. Doch ohne jemanden übergehen zu wollen, fallen mir auf Anhieb fünf Namen ein. Gründungsmitglied und der erste Bereitschaftsleiter war Eugen Häring bis 1945. Der kam auf tragische Weise, als er in den letzten Kriegstagen für das DRK unterwegs war ,  in den letzten Kriegstagen noch ums Leben. Da ist zum einen Kurt Reiter zu nennen, der nach Kriegsende zusammen mit den damaligen Mitgliedern eine unglaubliche Arbeit geleistet hat. Die mussten bei Null anfangen, weil gar nichts mehr da war. Denn von 1935 an, wurden die DRK-Gruppen als eigenständige Vereine aufgelöst und in die Parteiorganisation eingegliedert. Von Mitte der 60er-Jahre an haben Franz App und Fritz Dobler maßgeblich die Entwicklung geprägt. In der Zeit wurde die Bereitschaft kontinuierlich ausgebaut und ist größer geworden. Es wurden viele Sanitätsdienste übernommen und das DRK hat neue, moderne Fahrzeuge erhalten. Das DRK Riedlingen war im Landkreis eine sehr angesehene Bereitschaft. Damals wurde in einem sehr kontinuierlichen Weg die Bereitschaft weiterentwickelt, ein Weg, den ich von 1979 an mitgegangen bin. Und eine wichtige Person ist auch Max Ott, der von 1974 bis zu seiner Pensionierung Rettungswachenleiter war.

Für welche Werte steht das DRK? Sind diese noch zeitgemäß?
Das DRK hat sieben Grundsätze, denen es auch heute noch verpflichtet ist. Diese lauten: Menschlichkeit, Unparteilichkeit, Neutralität, Freiwilligkeit, Einigkeit und Universalität. Auch vor dem Hintergrund meiner ärztlichen Tätigkeit steht für mich die Menschlichkeit ganz oben. Aber auch die Unparteilichkeit – das heißt, dass wir helfen unabhängig von Person, Religion, Hautfarbe – oder das wir uns als Helfer unabhängig und neutral verhalten und uns jeglicher Teilnahme an Feindseligkeiten enthalten, sind hehre Grundsätze, die wir leben und für die wir stehen. Und die sind heute genauso wertvoll und richtig wie vor 50 oder 90 Jahren.

Ausflug der "Seniorengruppe" 50+

"Sr. Maria Innocentia Hummel wurde weltweit berühmt durch ihre Kinderbilder und die nach ihren Entwürfen gefertigten „Hummel-Figuren“ aus Keramik. Im Kloster Sießen, wo sie ihre zweite Heimat fand, liessen sich die Mitglieder der Gruppe 50+ des DRK Riedlingen über das Leben und Wirken dieser einzigartigen Malerin und Ordensschwester aufklären. Dabei durften sie viele Werke im extra eingerichteten Hummel-Saal bewundern. Anschließend ging es in den Klostergarten, der von den Ordensschwestern liebevoll nach dem Sonnengesang des heiligen Franziskus von Assisi gestaltet wurde und mit vielen Elementen zur Entdeckungsreise einlud. An jeder Kurve und Ecke gab es Neues zu sehen. Eine heiße Tasse Kaffee im Klostercafe wärmte zwischendurch die kühlen Glieder wieder auf und zum Abschluss gab es in Riedlingen zum Ausklang noch ein stärkendes Vesper in gemütlicher Runde."

Ausflug 2016

 

Am 11.06.2016 fand der diesjährige Ausflug des DRK Ortsvereins Riedlingen statt.
Dieses Mal ging es zu den "Körperwelten" nach Ravensburg. Noch überwältigt von den vielen Exponaten der Ausstellung ging die Fahrt weiter nach Friedrichshafen. Nach einem gemütlichen Stadtbummel und leckerem Eis an der Promenade ließen wir den Tag im Steakhaus in Riedlingen ausklingen.

Ausflug der "Seniorengruppe" 50+

Am 16.09.2015 fand der diesjährige Ausflug unserer "Seniorengruppe" 50+ statt.
Dieses Jahr ging es nach Heiligkreuztal ins Backdorf Häussler. Nach einer Betriebsbesichtigung mit anschließender Backvorführung ging es gemeinsam in die Klostergaststätte zu Kaffee und Kuchen.